Die Initiative zur Vermeidung
freiheitseinschränkender
Maßnahmen in der
beruflichen Altenpflege
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Freiheitseinschränkende Maßnahmen (“Fixierungen”) wie Bettgitter oder Bauchgurte finden in Alten- und Pflegeheimbewohnern in Deutschland häufig Anwendung. Zwischen den Heimen gibt es dabei große Unterschiede, die nicht durch einfach messbare Merkmale wie Anzahl der Pflegekräfte oder Eigenschaften der Bewohner zu erklären sind.
Aus fachlichen und ethischen Gründen gilt es freiheitseinschränkende Maßnahmen zu vermeiden. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass freiheitseinschränkende Maßnahmen nicht geeignet sind, Stürze und Verletzungen bei Bewohnern zu verhindern. Sie haben jedoch durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bewohner eine Reihe negativer Konsequenzen und können, wenn auch selten, zu schweren Verletzungen wie Einklemmungen und Strangulationen führen.

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Da sich freiheitseinschränkende Maßnahmen ohne unerwünschte Wirkungen wie vermehrte Stürze und sturzbedingte Verletzungen reduzieren lassen, erscheinen Maßnahmen zum nachhaltigen Verzicht von freiheitseinschränkenden Maßnahmen dringend nötig.
So genannte evidenzbasierte Praxisleitlinien können wirkungsvolle Mittel sein, um Unterschiede zwischen Einrichtungen zu überwinden und somit eine Versorgung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu fördern. Wir haben im Rahmen eines formalen Vorgehens zusammen mit einer 16-köpfigen Expertengruppe eine evidenzbasierte Leitlinie entwickelt und diese 2015, gemeinsam mit 15 Experten, aktualisiert. Das aktualisierte Hauptdokument, die ca. 200 Seiten starke Leitlinie finden Sie unter dem Punkt Materialien. Zusätzlich wurden Kurzversionen für Pflegende und Betreuer, Angehörige und Ärzte entwickelt und aktualisiert. Diese finden Sie unter Broschüren.

Zur Studie

In einer kontrollierten Studie mit 36 Alten- und Pflegeheimen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen wurde untersucht, ob die Leitlinie zur Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen führt. Hierzu wurde in der Hälfte der teilnehmenden Einrichtungen die Leitlinie eingeführt. Außerdem nahmen alle Pflegenden an einer Kurzschulung teil. Darüber hinaus wurden verantwortliche Personen (so genannte FEM-Beauftragte) speziell geschult.
Das Studienergebnis zeigt, dass die Initiative zu einer Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen führt. Nach einem halben Jahr hatten in der Gruppe der Einrichtungen, die an der Initiative teilgenommen hatten 6,5% weniger Bewohner eine freiheitseinschränkende Maßnahme als in den Einrichtungen ohne Intervention (22,6% im Vergleich zu 29,1%). Die Initiative führte darüber hinaus tendenziell zu weniger Stürzen und weniger Frakturen. Unter Publikationen finden Sie unsere Beiträge mit einer ausführlichen Darstellung der Ergebnisse.


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